Entscheide Volltext

Hängige Verfahren

  • Konkurrentenbeschwerde Nr. 128/12 (Testrichtlinien – Ranking von Hotelfachschulen)

Verfahren

  • Nr. 213/12 (Gewinnspiele – iPhone Wettbewerb)
  • Nr. 248/12 (Sexismus – Schlammfrau auf Plakat und im Internet)
  • Nr. 258/12 (Sexismus – Flyer «Frauen ans Waschbrett»)
  • Nr. 270/12 (Sexismus – Zigarrenwerbung «Abwechslung macht Freude»)
  • Nr. 251/12 (Telekommunikation – Verdoppelung der Gebühren ab dem 7. Monat)
  • Nr. 259/12 (Telekommunikation – Internetgeschwindigkeit 15’000 Kbps)
  • Nr. 262/12 Krankenkasse – Verwendung Begriff Hausarztmodell)

Sanktionen

  • Nr. 188/12 xxxxxxxx, Luzern (Faxwerbung trotz Sterneintrag – Jobangebote)

 

Nr. 363/10
xxxxxxxx, Lenzburg
(Unerwünschter Werbeflyer)

Die Dritte Kammer, am 18. Januar 2012,

in Erwägung:

Trotz Aufforderung zur Unterlassung durch die Dritte Kammer mit Beschluss vom 19. Januar 2011, eröffnet am 22. Februar 2011, hat die Gesuchstellerin erneut einen adressierten Werbeflyer der Gesuchsgegnerin erhalten.

Die Gesuchsgegnerin hat zum Sanktionsbegehren keine Stellungnahme eingereicht.

Wird einer rechtskräftigen Aufforderung gemäss Art. 17 des Geschäftsreglements der Schweizerischen Lauterkeitskommission nicht Folge geleistet, so kann die zuständige Kammer adäquate Sanktionen beschliessen, die von Fall zu Fall festzulegen sind. In Frage kommt insbesondere die Publikation des Entscheides unter voller Namensnennung.

Im vorliegenden Fall hat die Gesuchsgegnerin den Beschluss der Kommission missachtet. Eine solche Fortführung unlauteren Verhaltens rechtfertigt eine Sanktionierung. Das Sanktionsgesuch der Beschwerdeführerin wird daher gutgeheissen. Als angemessen erscheint die Publikation des Falles auf der Webseite der Lauterkeitskommission.

beschliesst:

Im Sinne von Art. 20 Abs. 1 und 2 lit. a des Geschäftsreglements der Schweizerischen Lauterkeitskommission wird der vorliegende Entscheid unter Namensnennung der Gesuchsgegnerin durch Publikation auf der Webseite der Lauterkeitskommission veröffentlicht.

Ursprünglicher Beschluss der Dritten Kammer vom 19. Januar 2011:

Die Dritte Kammer,

in Erwägung:

Trotz telefonischer Aufforderung, die fraglichen Werbebroschüren nicht mehr an die Adresse «… 7» zuzustellen, werde das Werbemittel nach wie vor zugesandt.

Die Beschwerdegegnerin macht geltend, sie könne in ihren Akten keine Abbestellung nachvollziehen. Auf Aufforderung hin hat der Beschwerdeführer den genauen Zeitpunkt seiner Abbestellung und die gewählte Telefonnummer genannt. Zu diesen ergänzenden Angaben hat die Beschwerdegegnerin nicht mehr Stellung genommen.

Aus den Unterlagen und und Ausführungen der beiden Parteien lässt sich kein klarer Sachverhalt eruieren. Es bleibt unklar, ob die Beschwerdegegnerin tatsächlich Absenderin der fraglichen Postsendung war. Aus Beweisgründen ist die Beschwerde daher abzuweisen.

Mit seiner ihrerBeschwerde hat die Beschwerdeführerin aber den klaren Willen geäussert, von der Beschwerdegegnerin keine Postsendungen erhalten zu wollen. Daher ist die Beschwerdegegnerin trotz Abweisung der Beschwerde aufzufordern, der Beschwerdeführerin keine Werbeschreiben zukommen zu lassen.

beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin wird aufgefordert, der Beschwerdeführerin keine direktadressierten Werbeschreiben zuzusenden.

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Hängige Verfahren

  • N° 198/11 (Marketing téléphonique – appel publicitaire sur un numéro de téléphone mobile non publié)
  • Nr. 301/11 (Telefonmarketing – Anruf auf eine nicht eingetragene Nummer)
  • Nr. 373/11 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – Sachverhalt nicht eindeutig)

Verfahren

  • Konkurrentenbeschwerde Nr. 412/11 
(Unrichtige Aussage – «Aktuell inserieren rund 500 Händler xxxxxxxxx auf xxxxxxxxx)
  • Nr. 407/11 (Nachahmung werblicher Gestaltung – Verwendung der gleichen Abbildung)
  • Nr. 372/11 (Geltendmachung von Irreführung – Preissenkung per 1. Oktober 2011)
  • Nr. 378/11 (Preisbekanntgabe – Angebot für Kredit-Karte)
  • Nr. 405/11 (Preisbekanntgabe – Kosten für Grundanschluss)
  • Nr. 390/11 (Sexismus – Plakat «Für jeden Geschmack etwas.»)
  • N° 429/11 (Sexisme – des sujets mis en relation avec l’enfance)
  • Nr. 376/11 (Gewinnspiele – Gewinnanzeige für Vorabverlosung)
  • N° 396/11 (Jeux-concours publics – des promesses formulées lors d’un voyage gagné par tirage au sort)
  • Nr. 415/11 (Werbung mit Rechnung – Eintrag Online-Verzeichnis)
  • Nr. 401/11 («Stopp Werbung»-Kleber – unadressierter Prospekt im Briefkasten)
  • Nr. 460/11 («Stopp Werbung»-Kleber – unadressierte Werbung im Briefkasten von «gemeinnützigem» Verein)
  • Nr. 367/11 (Telefonmarketing bei Sterneintrag –Einverständnis zur Kontaktnahme widerrufen)
  • Nr. 395/11 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – kein Sterneintrag im TwixTel)
  • Nr. 436/11 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – Beschwerdegegnerin macht «Versehen» geltend)
  • Nr. 437/11 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – Kundenbeziehung im 2004)
  • Nr. 451/11 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – Anfrage für Spende)
  • N° 432/11 (Marketing téléphonique – harcèlement téléphonique)
  • Nr. 434/11 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – Umfrage Marktforschungsunternehmen)
  • Nr. 438/11 (Telefonmarketing– Sachverhalt der Unterlassungsaufforderung unklar)
  • Nr. 377/11 (Werbefax trotz Sterneintrag – Beschwerdegegnerin macht Verschulden Dritter geltend)

Sanktionen

  • N° 363/10 xxxxxxxx, Lenzburg (Marketing direct – Annulation) Arrêt de la Chambre sous Troisième Chambre 190111 (7)

 

Nr. 370/10
xxxxxxxx, Pratteln
(Werbeanruf trotz Sterneintrag)

Die Dritte Kammer, am 29. Juni 2011,

in Erwägung

Der Beschwerdeführer beschwert sich über einen Telefonanruf der Beschwerdegegnerin trotz Sterneintrag. Gegen dieselbe Beschwerdegegnerin wurde bereits ein rechtskräftiger Beschluss der Dritten Kammer vom 19. Januar 2011 am 22. Februar 2011 eröffnet, den Beschwerdeführer nicht mehr zu kontaktieren. In diesem Sinne ist die Beschwerde als Sanktion zur Hand zu nehmen.

Trotz Aufforderung hat die Beschwerdegegnerin keine Stellungnahme eingereicht.

Die Beschwerdegegnerin hat einer rechtskräftigen Aufforderung im Sinne von Art. 20 Abs. 1 des Geschäftsreglements der Lauterkeitskommission nicht Folge geleistet, weshalb eine adäquate Sanktion festzulegen ist.

Als adäquate Sanktion wird vorliegend die Publikation des Entscheides unter Namensnennung auf der Webseite der Lauterkeitskommission im Sinne von Art. 20 Abs. 2 lit. a des Geschäftsreglements erachtet.

Die Lauterkeitskommission hat nur über die Lauterkeit von kommerzieller Kommunikation zu entscheiden (Art. 1 Abs. 3 des Geschäftsreglements der Lauterkeitskommission). Über die geltend gemachten Auskunftsansprüche aus Datenschutzgesetz oder Ähnliches hat sie nicht zu befinden. Ebenso besteht keine Rechtsgrundlage für die Zusprechung der geltend gemachten Umtriebsentschädigung zugunsten einer beschwerdeführenden Partei.

beschliesst:

1. Das Sanktionsbegehren wird gutgeheissen.

2. Im Sinne von Art. 20 Abs. 1 des Geschäftsreglements wird als Sanktion die Publikation des Entscheides mit Namensnennung auf der Webseite der Lauterkeitskommission beschlossen.

Ursprünglicher Beschluss der Dritten Kammer vom 19. Januar 2011:

Die Dritte Kammer,

in Erwägung

Trotz Sterneintrag hat der Beschwerdeführer von der Beschwerdegegnerin einen Werbeanruf erhalten.Es wurde keine Beschwerdeantwort eingereicht.

Wer Verkaufsmethoden im Fernabsatz anwendet, hat gemäss Grundsatz Nr. 4.4 Ziff. 2 der Schweizerischen Lauterkeitskommission zu gewährleisten, dass niemand kontaktiert wird, der zum Beispiel durch einen Sterneintrag oder nach einer Kontaktnahme erklärt hat, keine kommerzielle Kommunikation mehr erhalten zu wollen. Wer wie vorliegend dagegen verstösst, handelt unlauter. Die Beschwerde ist gutzuheissen.

beschliesst:

Die Beschwerdegegnerin hat unlauter im Sinne des Grundsatzes Nr. 4.4 Ziff. 2 gehandelt, und sie wird aufgefordert, den Beschwerdeführer inskünftig für kommerzielle Kommunikation nicht mehr telefonisch zu kontaktieren.

Nr. 274/09
xxxxxxxx, Küsnacht (früher Zollikon)
(Werbeflyer trotz 2 Klebern am Briefkasten, dass Werbung unerwünscht ist)

Die Zweite Kammer, am 11. Mai 2011,

in Erwägung

Unter Bezugnahme auf den Beschluss der Zweiten Kammer vom 4. November 2009 (siehe Zweite Kammer 041109, Nr. 12), beanstandet der Gesuchsteller, dass die Gesuchsgegnerin wiederum unerwünschte Werbung in seinen Briefkasten verteilt habe und damit die Aufforderung der Kammer nicht eingehalten habe.

Die Gesuchsgegnerin macht geltend, dass dieser neuerliche Prospekt durch die Firma in Küsnacht und nicht durch die Firma in Zollikon verteilt worden sei. Gemäss Handelsregisterauszug handelt es sich aber offenbar um dieselbe juristische Person. Im Register ist eine Adressänderung der Gesuchsgegnerin von Zollikon nach Küsnacht vermerkt.

Wird einer rechtskräftigen Aufforderung gemäss Art. 17 des Geschäftsreglements der Schweizerischen Lauterkeitskommission nicht Folge geleistet, so kann die zuständige Kammer adäquate Sanktionen beschliessen, die von Fall zu Fall festzulegen sind. In Frage kommt insbesondere die Publikation des Entscheides unter voller Namensnennung.

Im vorliegenden Fall hat die Gesuchsgegnerin den Beschluss der Kommission missachtet. Eine solche Fortführung unlauteren Verhaltens rechtfertigt eine Sanktionierung. Das Sanktionsgesuch der Beschwerdeführerin wird daher gutgeheissen. Als angemessen erscheint die Publikation des Falles auf der Webseite der Lauterkeitskommission.

beschliesst

Im Sinne von Art. 20 Abs. 1 und 2 lit. a des Geschäftsreglements der Schweizerischen Lauterkeitskommission wird der vorliegende Entscheid unter voller Namensnennung der Gesuchsgegnerin durch Publikation auf der Webseite der Lauterkeitskommission veröffentlicht.

Ursprünglicher Beschluss der Zweiten Kammer vom 4. November 2009:

Die Zweite Kammer,

in Erwägung

Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, dass ein Flyer der Beschwerdegegnerin nicht in seinen Briefkasten hätte verteilt werden dürfen, da er zwei deutliche Hinweise angebracht habe, wonach er keine Reklame wünsche.

Die Beschwerdegegnerin entschuldigt sich für ein allfälliges Missverständnis. Grundsätzlich würde sie die Verteiler der Flyer jeweils entsprechend informieren.

Zustellung von unadressierter Werbung in einen Briefkasten, welcher ein «Keine Reklame»-Schild aufweist, ist keine Verkaufsmethode im Fernabsatz im Sinne der Grundsätze Nrn. 4.1 und 4.4 der Schweizerischen Lauterkeitskommission, da es sich nicht um kommerzielle Kommunikation mittels persönlicher Adressierung an individuelle Personen handelt. Dennoch ist solche Werbung unlauter, da sie als aggressive Werbemethode gegen die Generalklausel des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb verstösst (Art. 2 UWG). Die Beschwerde ist daher gutzuheissen.

beschliesst

Die Beschwerdegegnerin hat unlauter im Sinne von Art. 2 UWG gehandelt, und sie wird aufgefordert, dem Beschwerdeführer inskünftig keine unadressierte kommerzielle Kommunikation mehr zuzustellen.

 

Obschon die Firma xxxxxxxx in London zur Einstellung ihrer unlauteren Werbung aufgefordert worden ist, hat sie den Faxversand an Schweizer Haushalte, die keine Werbung wünschen, nicht eingestellt.

In einem Massen-Faxversand wird mit der Bezeichnung «Swiss Money Report» aus London bei Schweizer Empfängern für fragwürdige Aktien-Kauftipps geworben. Und dies kreuz und quer in der gesamten Bevölkerung. Bereits im letzten Sommer beklagten  sich diverse Konsumenten, darunter eine Frau aus der Romandie bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) über die unerwünschten Faxsendungen, die sie während der Nacht erreichen und stören. Und dies obschon ihre Telefonnummer mit einem Sterneintrag versehen ist. Die Dritte Kammer der SLK verurteilte die Aktivität des Versenders gemäss Grundsatz  Artikel 4.4 2 als «Aggressive Verkaufsmethode im Fernabsatz». Dies scheint die Firma mit Londoner Sitz freilich nicht weiter zu kümmern, denn dieselbe Beschwerdeführerin erhielt, ungeachtet des Urteils, im Oktober erneut den Swiss Money Report. Da sie die deutsch abgefassten Texte nicht versteht und auch kein Interesse an Aktientipps hat, wandte sich die Westschweizerin mit einem Sanktionsbegehren an die SLK. Die Dritte Kammer der SLK hat dem stattgegeben und fordert die Versandfirma in London erneut auf, die Faxwerbung an die Gesuchstellerin zu unterlassen.

Weitere Beschlüsse der Dritten Kammer.

Piero Schäfer
Pressesprecher Lauterkeitskommission

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Verfahren

  • Nr. 341/10 (Herabsetzung – Inserate «Altgold-Ankauf»)
  • Nr. 357/10 (Preisbekanntgabe – Freie Fahrt mit dem GA)
  • N° 379/10 (Tromperie – «Tout le reste n’est que garniture.»)
  • Nr. 372/10 (Sexismus – Blickfang)
  • Nr. 383/10 (Gewinnspiele – Gewinnversprechen)
  • Nr. 429/10 (Werbung mit Rechnungen – Falscher Eindruck eines bestehenden Abos)
  • N° 363/10 (Marketing direct – Annulation)
  • Nr. 397/10 («Stopp Werbung»-Kleber – Unadressierter Prospekt trotz Kleber)
  • Nr. 323/10 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – Täuschende Angaben zur Identität des Anrufers)
  • Nr. 344/10 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – Beschwerdegegnerin entschuldigt sich)
  • Nr. 392/10 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – Sterneintrag in den Verzeichnissen)
  • Nr. 331/10 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – Überprüfung Sterneintrag durch Anbieter)
  • N° 385/10 (Marketing téléphonique – Appel publicitaire non désiré)
  • Nr. 394/10 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – Unklarheit betreffend Anrufer)
  • Nr. 396/10 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – Nur Vereinbarung eines Besuchstermins)
  • Nr. 336/10 (Telefonmarketing bei Sterneintrag – Interview)
  • Nr. 347/10 (Telefonmarketing – Tägliche Anrufe mit Musik)
  • Nr. 349/10 (Faxwerbung – Unerwünschte Faxwerbung in der Nacht)

Sanktionen

  • Konkurrentenbeschwerde Nr. 323/09 (Unlautere Werbeaussagen zur eigenen Zeitung) Kammerbeschluss siehe Dritte Kammer 130110 (2)
  • N° 231/10 xxxxxxxx, UK-London (Fax publicitaires de xxxxxxxx) Arrêt de la Chambre sous Troisième Chambre 300610 (21)

 

Nr. 231/10
xxxxxxxx, UK-London
(Werbefaxe von xxxxxxxx)

Die Dritte Kammer,

in Erwägung

Trotz Aufforderung zur Unterlassung der Faxwerbung an die Gesuchstellerin mit Beschluss vom 21. Juli 2010 hat die Gesuchstellerin von der Gesuchsgegnerin weiter Faxwerbung erhalten. Die Gesuchstellerin stellt daher ein Sanktionsbegehren.

Es wurde keine Stellungnahme eingereicht.

Wird einer rechtskräftigen Aufforderung gemäss Art. 17 des Geschäftsreglementes der Schweizerischen Lauterkeitskommission nicht Folge geleistet, so kann die zuständige Kammer adäquate Sanktionen beschliessen, die von Fall zu Fall festzulegen sind. In Frage kommt insbesondere die Publikation des Entscheides unter voller Namensnennung.

Im vorliegenden Fall hat die Gesuchsgegnerin wiederholt den Beschluss der Kommission missachtet. Eine solche Fortführung unlauteren Verhaltens rechtfertigt eine Sanktionierung. Das Sanktionsgesuch der Beschwerdeführerin wird daher gutgeheissen. Als angemessen erscheint das Versenden einer Medienmitteilung durch die Kommission und die Publikation des Falles auf der Webseite der Lauterkeitskommission.

beschliesst:

Im Sinne von Art. 20 Abs. 1 und 2 lit. a des Geschäftsreglements der Schweizerischen Lauterkeitskommission wird der vorliegende Entscheid unter voller Namensnennung der Gesuchsgegnerin durch eine Medienmitteilung und Publikation auf der Webseite der Lauterkeitskommission veröffentlicht.

Vorgängiger Kammerbeschluss vom 30. Juni 2010:

in Erwägung

Trotz Sterneintrag hat die Beschwerdeführerin von der Beschwerdegegnerin Werbefaxe erhalten. Es wurde von der Beschwerdegegnerin keine Stellungnahme eingereicht.

Das Versenden von Faxwerbung an eine Nummer mit Sterneintrag ist eine unzulässige Verkaufsmethode im Sinne des Grundsatzes Nr. 4.4 Ziff. 2, weshalb die Beschwerde gutzuheissen ist.

beschliesst:

1. Die Beschwerdegegnerin hat unlauter im Sinne des Grundsatzes Nr. 4.4 Ziff. 2 gehandelt, und sie wird aufgefordert, an die Faxnummer der Beschwerdeführerin keine kommerzielle Kommunikation mehr zu senden.

2. Dem Office for Fair Trading OFT in London wird eine Kopie des Beschlusses inklusive der Beschwerde zugestellt.

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Hängige Verfahren

  • Nr. 266/09 (Telefonmarketing – Rücktrittsmöglichkeit) Vorbeschluss siehe Zweite Kammer 041109 (10)
  • Nr. 291/09 (Direktwerbung – Als Rechnung getarnte Offerte) Vorbeschluss siehe Zweite Kammer 041109 (9)

Verfahren

  • Nr. 315/09 (Produktbewerbung – umweltfreundliche Verpackungsprodukte)
  • Nr. 323/09 (Konkurrenten – Unlautere Werbeaussagen zur eigenen Zeitung)
  • Nr. 294/09 (Sexismus – Gefesselte Frau auf Schuh)
  • Nr. 335/09 (Sexismus – Plakat für erotische Dienstleistung)
  • N° 359/09 (Sexisme – affiche «Recherche femme pour amitié sincère»)
  • Nr. 364/09 (Sexismus – in Briefkästen verteilter Werbeflyer für Erotik-Fachmarkt)
  • N° 367/09 (Description du produit – batterie de cuisine «Gold»)
  • Nr. 360/09 (Preisreduktionen – 20% auf alle Bordeaux-Weine)
  • Nr. 366/09 (Produktbewerbung – «Surfen im Internet … unbegrenzt»)
  • Nr. 332/09 (Versandhandel – Schriftgrösse Liefer- und Verkaufsbedingungen)
  • Nr. 311/09 (Versandhandel – kostenloses Überraschungsgeschenk)
  • Nr. 313/09 (Telefonmarketing – Telefonterror)
  • Nr. 316/09 (Telefonmarketing – Telefonwerbung trotz Sterneintrag)
  • Nr. 346/09 (Telefonumfrage – Dubioser Telefonanruf)
  • Nr. 351/09 (Telefaxmarketing – Unerwünschte Faxe trotz Abmahnung)
  • Nr. 353/09 (Briefkastenwerbung – Unadressierter Prospekt trotz «Stopp Werbung»-Kleber) abgewiesen
  • Nr. 355/09 (Briefkastenwerbung – Unadressierter Prospekt trotz «Stopp Werbung»-Kleber) gutgeheissen

Sanktionen

  • Nr. 188/09 xxxxxxxx, Neuenhof (Gewinnspiel – Anmeldung zur Gewinnübergabe) Kammerbeschluss siehe Dritte Kammer 010709 (1)

 

Nr. 351/09
xxxxxx, Reiden
(Unerwünschte Faxe trotz Abmahnung)

Die Erste Kammer der Lauterkeitskommission,

in Erwägung

Gemäss Beschluss der Dritten Kammer vom 13. Januar 2010  wurde die Beschwerdegegnerin am 24. Februar 2010 aufgefordert, der Beschwerdeführerin keine Werbefaxe mehr zuzusenden. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, dass ihre Datensätze infolge eines Umzuges neu geladen werden mussten. Da diese Daten  aus den offiziellen Publikationen wie TwixTel gezogen werden mussten und dort bei der Beschwerdeführerin kein Stern verzeichnet sei, habe die Beschwerdeführerin erneut einen Werbefax erhalten. Sie hätte auch auf die Nachricht «keine Werbung mehr» reagieren können, anstatt sofort wieder Beschwerde zu erheben.

Ein Adressdatenverlust befreit nicht von der Einhaltung einer rechtskräftigen Aufforderung der Lauterkeitskommission, ein bestimmtes Unternehmen nicht mehr per Werbefax zu kontaktieren. Es hätte bei der Wiederherstellung der Daten darauf geachtet werden müssen, dass die fragliche Nummer in den neuen Daten gelöscht wird.

Die Beschwerdegegnerin hat somit einer rechtskräftigen Aufforderung im Sinne von Art. 20 Abs. 1 des Geschäftsreglements der Lauterkeitskommission nicht Folge geleistet, weshalb eine adäquate Sanktion festzulegen ist.

Als adäquate Sanktion wird vorliegend die Publikation des Entscheides unter Namensnennung auf der Webseite der Lauterkeitskommission im Sinne von Art. 20 Abs. 2 lit. a des Geschäftsreglements erachtet.

beschliesst:

1. Die Beschwerdegegnerin hat gegen eine rechtskräftige Aufforderung der Lauterkeitskommission verstossen.

2. Im Sinne von Art. 20 Abs. 1 des Geschäftsreglements wird als Sanktion die Publikation des Entscheides mit Namensnennung auf der Webseite der Lauterkeitskommission beschlossen.

Vorgängiger Kammerbeschluss vom 13. Januar 2010:

in Erwägung:

Trotz mehrfacher telefonischer und schriftlicher Aufforderung erhalte die Beschwerdeführerin unerwünschte Faxwerbung von der Beschwerdegegnerin.

Die Beschwerdegegnerin führt aus, dass kein Sterneintrag bestehe und die Nummer der Beschwersdeführerin nach der Beanstandung gelöscht worden sei. Sie erläutert, weshalb die weiteren Faxschreiben nicht ihr zuzurechnen seien. Tatsächlich ist aus den Akten ersichtlich, dass das von der Beschwerdeführerin beanstandete dritte Faxschreiben nicht von der Beschwerdegegnerin stammte. Daher ist die Beschwerde abzuweisen. Mit Ihrer Beschwerde hat die Beschwerdeführerin klar zum Ausdruck gebracht, dass sie keine Faxwerbung von der Beschwerdegegnerin wünscht.

beschliesst:

Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Beschwerdegegnerin wird gemäss eigener Zusicherung aufgefordert, der Beschwerdeführerin keine Faxschreiben zukommen zu lassen.